Häufig gestellte Fragen

Vor einer Reise in malariagefährdete Gebiete gilt es, an viele Dinge zu denken. Die wichtigsten Fragen rund um die Infektionskrankheit Malaria, ihre Vorbeugung sowie vorbereitende Tipps zum Beratungsgespräch mit einem Reisemediziner sind hier noch einmal kurz und kompakt aufgeführt.

  • Wie wird die Malaria tropica übertragen?

    Die Malaria tropica wird durch die weibliche Anopheles-Mücke übertragen, die den Einzeller Plasmodium falciparum durch den Stich in den menschlichen Körper injiziert.

  • In welchen Regionen der Welt ist das Infektionsrisiko besonders hoch?

    Das Infektionsrisiko ist besonders dort hoch, wo die Anopheles-Mücke und der Einzeller Plasmodium falciparum ideale Lebensbedingungen vorfinden. Dies ist besonders in den Tropen und Subtropen der Fall. Ein Reisemediziner kann im Beratungsgespräch das Infektionsrisiko präziser bestimmen und geeignete Prophylaxemaßnahmen vorschlagen.

  • An welchen Symptomen bemerkt man eine Malaria tropica?

    Die Malaria tropica zeigt sich nicht durch ein rhythmisches Wechselfieber, sondern wird wegen ihrer grippeähnlichen Beschwerden oft fehldiagnostiziert. Reisende, die nach einem Aufenthalt in einem malariaendemischen Gebiet Fieber und Unwohlsein entwickeln, sollten frühzeitig einen Arzt aufsuchen, da die Malaria tropica lebensgefährlich sein kann, wenn sie nicht oder zu spät behandelt wird.

  • Wie diagnostiziert man die Malaria tropica?

    Anhand eines einfachen Blutstropfens lässt sich unter dem Mikroskop schnell feststellen, ob eine Infektion vorliegt. Die Probe liefert auch Rückschlüsse auf den genauen Erreger und die Schwere der Infektion.

  • Was können Reisende tun, um sich sicher und wirksam gegen eine Infektion mit Malaria zu schützen?

    Einerseits können sich Reisende gegen den Stich der Mücke schützen und eine Übertragung der Erreger verhindern. Je nach Infektionsrisiko am Reiseziel kann es nötig sein, ein Medikament für den Notfall dabei zu haben (Stand-by-Therapie). Bei hohem Infektionsrisiko ist eine vorsorgliche Medikamenteneinnahme notwendig, die vor der Reise begonnen wird, während des Aufenthalts fortgeführt wird und die auch nach der Heimkehr beibehalten wird. Anhand der Reiseroute wählt der Mediziner im Beratungsgespräch das jeweils passende Medikament aus.

  • Was ist der Unterschied zwischen Chemoprophylaxe und Stand-by-Therapie?

    Bei der Chemoprophylaxe nehmen Reisende zur Vorbeugung einer Infektion vorsorglich ein Malariamedikament ein. Dieses Vorgehen ist üblich, wenn das Infektionsrisiko am Reiseziel hoch ist. Besteht am Aufenthaltsort ein geringes Risiko der Malariaübertragung, können manche Malariamittel auch als Stand-by-Therapie in der Reiseapotheke mitgeführt werden. Falls Reisende dann malariaverdächtige Symptome bei sich feststellen, nehmen sie das Mittel in der Selbstbehandlung und suchen schnell ärztliche Hilfe auf.

  • Welchen zeitlichen Vorlauf sollte ich für die Beratung einplanen?

    Idealerweise sollte man die Beratung vier bis sechs Wochen vor Reiseantritt besuchen, um genügend Zeit zu haben, sich umfassend zu informieren und eventuell notwendige Vorsorgemaßnahmen zu treffen. Bei Reisenden mit chronischen Krankheiten sollte ein halbes Jahr Vorlaufzeit eingeplant werden.

  • Wie lange muss man auf einen Beratungstermin warten?

    Am besten fragt man beim jeweiligen Arzt nach, ob es offene Sprechstunden gibt oder ob gesondert Termine zur reisemedizinischen Beratung ausgemacht werden müssen.

  • Ist eine Beratung auch kurzfristig möglich?

    Eine Last Minute Reise ist kein Grund, nicht zur Beratung zu gehen. Auch mit einer Woche Vorlaufzeit kann der Reisemediziner über relevante Gesundheitsrisiken aufklären und eine Malariaprophylaxe auswählen.

  • Worüber wird in der Beratung gesprochen?

    In der reisemedizinischen Beratung wird neben dem Gesundheitszustand des Reisenden auch über mögliche bestehende (Dauer-)Medikation und Unverträglichkeiten gesprochen. Außerdem ist es wichtig, Details zur Reise zu kennen wie z.B. das Reiseziel und die Reisedauer, um das Infektionsrisiko mit Malaria, aber auch anderen Tropenkrankheiten realistisch einzuschätzen und entsprechende Vorsichtsmaßnahmen zu treffen.

  • Was muss man zum Beratungsgespräch mitbringen?

    Es ist wichtig Informationen zur Reise mitzubringen sowie eine Liste von Medikamenten, die man regelmäßig nehmen muss.

  • Welches Fehlverhalten können Reisende in Malariagebiete vermeiden?

    Während des Urlaubs helfen einfache Dinge wie Mückenspray oder Moskitonetze, sich vor Stichen zu schützen. Auch die Notfallmedikation sollte im Falle von Unwohlsein und Beschwerden während der Reise frühzeitig eingenommen werden. Treten nach der Rückkehr aus einem Malariagebiet grippeartige Beschwerden auf, sollten Reisende möglichst schnell einen Arzt aufsuchen, damit eine mögliche Malaria frühzeitig diagnostiziert und behandelt werden kann.